Dienstag, 1. Januar 2019

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Sonntag, 27. August 2017

Knappenman XL - Bericht von Michael

Mit einem gelungenen Saisonabschluss beim Knappenman verabschiede ich mich in die Saisonpause. Zwar gibt es noch kleine Aufgaben mit der Regionalliga und ein Start beim Dresdenmarathon liegt noch im Rahmen der Möglichkeiten, doch die mentale Fokussierung auf den Ausdauerdreikampf ist in diesem Jahr abgeschlossen.Diesmal auch mit gutem Ausgang.

Nach dem sehr guten Rennen in Leipzig und der weiteren Verbesserung in den einzelnen Disziplinen war beim Knappenman das Ziel, mit einer Mitteldistanz den Kopf an das zu erinnern, was im Nächsten Jahr auf der Agenda steht.

Challenge Regensburg 2018

Da ich noch nie in der Oberlausitz war, war es für mich die Premiere und wieder mal werde ich immer nachlässiger, was die Wettkampfbesprechung angeht, so dass ich wieder mal nichts mitbekommen habe, wo es in die Wechselzone rein und rausgeht oder wie um die Bojen geschwommen wird. Glücklicherweise kann ich mir sicher sein, dass ich nie Führender sein werde und so ernsthafte Probleme bekomme.

Aber langsam: Um 5 klingelte der Wecker und nach schnellem Frühstück und dem Einladen des Fahrrades war ich 7:00Uhr auf der Straße Richtung Lohsa. Mit ein bisschen Verspätung erreichte ich den Start und Zielbereich, wusste aber erst nicht ,wo man denn sein Auto hinstellen kann. Rechts- und links standen schon lauter Triathloten, die ihre Geschosse aus dem Kofferraum nahmen und ich wusste nicht, ob es ab hier noch 1km bis zum Meldebüro war oder 100m. Ich musste nämlich noch meine Unterlagen holen und so langsam lief mir die Zeit bis zum Start weg. Kurzer Zeitsprung: Nach dem Einlaufen hin und zurück vom Medebüro und dem Umziehen am Auto erreichte ich immerhin 45min vor dem Start meinen Wechselplatz. Wieder mal war also wenig Zeit für intensive Startvorbereitungen mit Einlaufen, Dehnen usw.

Schnell alles hinwerfen, Neo raus, ein bisschen Arme kreisen und dann rein in den Neo. Dann noch schnell die 400m bis zum Start flitzen, Wassser in den Neo lassen, gucken, ob die Brille dicht ist und in die Startformation stellen.

Ich erwartete nicht viel. Nach Leipzig war meine Schwimmform schlecht. In der Halle fühlte sich alles wieder so nach Honig an. Ein Gefühl, das ich sonst nur zu Beginn der Saison kannte. Immerhin stieg ich vorher noch einmal in den Neo und dieser passte. So hoffte ich auf meine Schultermobilisationsübungen, die ich die Woche vor den Hauptwettkämpfen immer mache, damit die jedenfalls fruchten.

Der Startschuss fiel und alle Athleten gingen unaufgeregt ins Wasser. Es war angenehm, da sich das Feld schnell beruhigte und ich nach 100m meinen Rhythmus fand. Da es gute 800m geradeaus ging, konnte ich auch schön abseits des Hauptfeldes meine Bahn ziehen. Prima Sache also. Es wurde dann alles auch schnell monoton und ich verlor den Fokus. Es war ja doch kein Planschen. Einige kamen in der zweiten Hälfte der Schwimmstrecke noch an mir vorbei und nun gab ich wieder ein bisschen mehr Druck auf die Handflächen und näherte mich dem Ziel. Nach 33:00min erreichte ich das Ziel und nach meiner Uhr waren das 1:36min/100m. Also doch nicht so langsam. WOW. Erste Überraschung des Tages geglückt. (Platz 31)

Super auch, das Ulrich und Manu aus meinem Verein in der gleich Gruppe schwommen und ich auch an dessen Leistungen sah, dass beim besten Willen nicht mehr drin gewesen wäre.

Nun ging es nach durchschnittlichem Wechsel auf die Radstrecke und ich wartete wieder auf meine Beine. Mittlerweile habe ich mich daan gewöhnt, dass ich gute 5min brauche, bis Krampfansätze verschwinden und die Beine die Kurbel nach unten jagen. So ließ ich mich überholen, um wenig später mit 40km/h an Ihnen vorbei zu fliegen.

Von vielen bereits gehört, ist der Knappenman ein schnelle Strecke. Eingerseits, weil es nur 85km sind und andererseits, weil es echt flach ist. Falls es windig wird, ist man von Bäumen geschützt und die 200hm verteilen sich auf viele kurze Wellen, über die man drüberdrücken kann. Sowas liegt mir. Nach gut 30min hatte sich dann endlich mein Puls beruhigt und nun fand ich mich bei einer 38,8km/h auf dem Tacho ein. Zwar war ich auch schneller und an den Bergen langsamer, aber effektiv reichten mir an diesem Tag 3 Ritzel auf der hinteren Kassette.

Um auf die vielfach geäußerte Beschwerde des Windschattenfahrens einzugehen, muss gesagt werden, dass es be diesem hohen Grundtempo echt schwierig war, sich von Lutscher zu entfernen. Ich ackerte gerne im Wind, um mir zu beweisen, dass ich es nicht nötig habe, mich am Hinterrad auszuruhen. Aber man kam nicht weg. Bei einsetzendem Wind konnte ich dann auch nur eine 39/40 treten und da hört man hinter sich immer noch den Freilauf der Scheibenräder. Sobald man dann überholt wird, wird nur noch 37 gefahren. Also war es schon ärgerlich, aber der Veranstalter hat alles versucht, die Leute rauszuziehen. In der zweiten Runde habe ich auch die Pfeife hinter mir gehört und der Typ wurde endlich rausgezogen. Es waren aber noch mehr, so dass die RTF munter weiter ging.

Dann passierte mir ein glückliches Missgeschick. Ich verlor durch eine Bodenwelle meine Trinkflasche. Wie aus dem nichts war eine Holperpassage a la Zwenkauer See auf der Straße und schwups rollte die Pulle über die Fahrbahn. Ich hielt an und fuhr die 100m zurück. Keine Eile, hauptsache niemand war gestürzt.
Nun war ich aber endlich in der Aufholposition (ca 1min) und konnte meinen Stiefel fahren. Witzigerweise hatte ich die Gruppe nach gut 10km wieder eingeholt. Also ein Zeichen, dass ich doch ganz schön viel geballert war. Als ich dann wieder dran war, ließ ich gute 30m Sicherheitsabstand und beobachtete dieses Treiben mit Überholen, vollmotzen und sich über die anderen beklagen noch eine Weile und schonte mich im Komfortwindschatten dieser Gruppe. Da konnte man wirklich gut entspannen. In der dritten Runde setzte ich nochmal zum Fluchtversuch an. Zwei Leute kamen noch mit und im Dreierblock kamen wir nun endlich weg. Das kostete zwar Kraft, aber zu dritt wurden wir uns über die Führungsarbeit einig und fuhren nun mit etwas Abstand zu den anderen in die Wechselzone.

Nun begann der Halbmarathon. Mein Test, ein Raduntershirt als Laufshirt zu nutzen, stellte sich als gute Idee heraus. Einerseits sind Unterhemden sehr hautfreundlich und dann sind sie auch super atmungsaktiv. Hier testete ich also schon für nächstes Jahr.
Ebenfalls testete ich ein Ernährungskonzept für nächstes Jahr. Gels in kleinen Portionen. Während mir ein ganzes Gel mit 25g KH gleich auf den Magen schlägt, zerlegte ich es in 3 bis 4 Schlücke, wo ich an jeder Verpflegungsstelle nur einen nahm. So konnte ich ein bisschen Energie mit zwei Trinkbechern Wasser ablöschen und fuhr damit sehr gut. Zwar werde ich noch austesten wieviel ohne Probleme maximal oben reingeht, aber das Problem der Magenkrämpfe ist vielleicht vorbei.

Nochwas zur Strecke: Die Streckenführung ist klar. Zwei Runden um einen asphaltieren Rundweg um den Dreiwerbener See. Gefühl wie bei einer Cossiumrundung in praller Mittagssonne. Es wurde also noch ein Hitzerennen. Die Schwämme waren riesig und ich konnte mich gut kühlen. Auch schön: Die gesamte Laufstrecke unterhielt ich mich mit einem Mitstreiter aus Werdau, der das gleiche Tempo lief. Gegenseitig hielten wir uns bei 4:45er Schnitt und sollten dann auch gemeinsam über die Ziellinie (1:38h). Dass ich kurz vor dem Ziel noch Ironman Thomas sehe, der doch ziemlich paniert ins Ziel schlich, verwunderte mich. Aber zwei Wochen nach einem Ironman nochmal eine Mitteldistanz rauszuhauen, war wohl zu viel des Guten.

Es klappte also vieles und im Rahmen meiner Möglichkeiten in diesem Jahr war es ein gutes Rennen.

Die mentalen Vorbereitungen für eine Langdistanz werden also seit gestern gesetzt. Mein Equipment ist bereits fertig gekauft. Nun kann ich nach einer kurzen Off-Season im November wieder durchstarten.

Bis dahin werde ich noch am Laufen und am Wettkampfgewicht arbeiten und dann vielleicht am 22.Oktober in Dresden die 42km unter 3:30 laufen.

Achso:
Am Ende brauchte ich 4:31h und ein Gesamtplatz 28 sprang heraus (14.Platz Sachsenmeisterschaft)

Vielen Dank nochmal Marina, Jan und Lars für den Support an der Strecke. Das Konfetti hängt mir immer noch in den Zähnen.

4:31:13   Michael Knape
4:32:06   Thomas Galle
4:35:53   Ulrich Thor
5:11:40   Ralph Thielbeer

Knappenman 2017 - Bericht von Ralph

Die Haltbarkeit der persönlichen Form ist halt doch kürzer, als ich dachte.
Relativ kurzfristig hatte ich mich für eine saisonabschließende Mitteldistanz entschieden und da fiel die Wahl auf den KnappenMan. Schön flache Strecke, keine weite Anreise und die Startgebühr hielt sich auch im Rahmen. Ich gebe zu, ich habe mit dem Gedanken gespielt, eventuell meine PB auf dieser Strecke zu knacken. Aber die Vorbereitung war überschaubar.

Auf jeden Fall bin ich erstmal gemütlich mit Pfand Thomas gemeinsam gen Lausitz gerollt, denn im Gegensatz zu den Langdistanzlern ging es bei uns erst 11:00 Uhr los. Vor Ort angekommen schnell die Unterlagen geholt und eingecheckt. Schon zu diesem Zeitpunkt viele bekannte Gesichter getroffen und etwas geschnackt. Triathlon ist wie eine große Familie, herrlich. Und dann ging es auch schon zum Start.

Das Schwimmen lief (für meine Verhältnisse) ganz gut. Durchgekrault bin ich zwar nicht, habe aber in regelmäßigen Abständen gewechselt. Dies war aber auch notwendig, weil zum Einen das Geradeausschwimmen nicht so Meins ist und die Orientierung im Freiwasser zu wünschen übrig lässt. Nach 42 Minuten ging es dann zum ersten Wechsel.
Auf dem Rad hatte ich mir vorgenommen, das Rennen analog zu Moritzburg anzugehen. Bedeutet in diesem Fall "Kette Rechts". Und als wir uns im Vorfeld die Durchschnittsgeschwindigkeiten der Langdistanzler ausgerechnet hatten (die lagen bei 39 km/h😳), war das Ziel klar. Schlussendlich ging der Plan gerade mal so auf der ersten der drei Runden auf, dann war der Akku irgendwie schon angekratzt. Vielleicht ging mir auch die notwendige Energie beim Anschreien der Lutscher, Windschattenparker, permanent Links- oder Parallelfahrer verloren😡. Wer weiß. Als ich in den Wechselgarten wieder einbog war schon klar, dass die PB nur noch durch einen verdammt starken Lauf möglich war.
Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, Text

Und dieser Lauf begann zumindest so locker, wie ich ihn aus Moritzburg noch in Erinnerung hatte. Die ersten Kilometer lagen alle knapp unter 5min/km und es fühlte sich locker an. Doch mit dem Anstieg der Lufttemperatur ließ die Leistung so langsam nach. Es war sicher nicht so ein Hitzerennen wie 2016, aber ein regelmäßiger und intensiver Besuch jeder Verpflegungsstelle war Pflicht. Aber was sind schon Bestzeiten. Jetzt hieß es nur noch geordnet ins Ziel zu kommen. Und das gelang mir dann auch nach 05:11:40. Zufrieden und durstig nach ein paar alkoholfreien Hefeweizen ging es zur Nachverpflegung und anschließend direkt wieder ins Wasser, den Körper wieder etwas runterkühlen.
Und was das Thema Rauchen und so angeht, muss ich zugeben, ich habe daran gedacht. Denn zu meinem alten Rhythmus gehörte es dazu, mich nach einem erfolgreichen Wettkampf mit einer Zigarette zu belohnen. Ziemlich bescheuert, ich weiß. Ich bin der Gewohnheit natürlich nicht gefolgt.

Montag, 24. Juli 2017

Leipzig Triathlon - Bericht von Michael

Was für ein Rennen. Nach vielen "Vorbereitungsrennen" in der Regionalliga hieß es am 23.Juli nun endlich: Heimrennen am Kulki mit Vergleichszeiten. Das Schöne am wiederholten Starten ist ja immer die Vergleichbarkeit. So war es mein 6.Start über die olympische Distanz.
Mit vielen Vorhaben über Rennstrategie und auch die Aussicht auf einige bekannte Gesichter während des Rennens war die Vorfreude groß.

Außerdem war es mein erster Start in der Lizenzwelle und auch hier erhoffte ich mir eine positive Schwimmdynamik mit schnellen Füßen. Eventuell die von Yvonne van Vlerken? Die startete nämlich direkt neben mir. Der Startschuss fiel und ich hielt die ersten 100m voll rein um eventuell dran zu bleiben. Denkste. Nach drei Atemzügen war die schnelle Holländerin doch schon weg. Zwar nicht als Schwimmass bekannt ist sie bei weitem schneller als ich. Also doch wieder allein los. Nagut, so richtig auch nicht, weil ich wie schon beim Swim&Run vor zwei Wochen immer einen guten Überblick behielt, ohne nach vorne Richtung Boje zu schauen. So schaffte ich es bis zur zweiten Boje nur mit rechts/links Blicken die Orientierung zu bewahren. Spitze.

Das Tempo war auch gut und ich propellerte weiter. Ab der letzten Boje wurde es dann schwerer. Die Sonne brannte mir auf den Neo, als ob dieser im Trockenen oberhalb der Wasseroberfläche war und ich musste meinem Anfangstempo Tribut zollen. Ich landete in einer Zehnergruppe mit passablen Grundtempo und startete keine Ausreißversuche. Lästig waren leider die Kreuzungen mancher Orientierungsmonster, die sich vor mir gegenseitig über den Haufen schwommen. Immerhin bereitete ich mich auf den Wechsel vor und hoffte, dass es bald vorbei ist. Nach 26:11min (57 schnellste Zeit) kam ich nach 1600m (1:36min/100m) aus dem Wasser. Wieder mal waren viele Vereinskollegen schneller, aber ich war diesmal in Reichweite und hoffte auf einen schnellen ersten Wechsel. Es wurde nur ein durchschnittlicher mit Problemen bei den Socken.

Auf dem Rad wollte ich nun in schnelleren Gruppen mitmischen und einige Sportler überholen. Wie schon eine Woche zuvor beim Havelberg Triathlon meldete sich gleich meine Gesäßmuskulatur zu Wort. Ein Mix aus Laktat und Aua ließ mich nicht richtig treten. Ich behielt aber die Ruhe und versuchte übers Kurbeln die Beine geschmeidig zu kriegen. Meine Erklärung: Gib meinen Beinen die Zeit und sie können ziemlich Randale machen. Eine Mitteldistanz oder Langdistanz dürfte Ihnen besser liegen.
Nach gut 3km waren die Schmerzen aus den Beinen und ich schaltete endlich hoch. Nun endlich wurden seit diesem Jahr die hinteren kleinen Ritzel der Kassette benutzt. Ein gutes Gefühl. Ich erblickte Ralf Ronneburger, der sich mit unglaublicher Power nach vorne arbeitete und nahm ihn zum Fixpunkt. Wenn du schneller fährst, dann wird das ein Himmelfahrtskommando, wenn du dran bleibst, dann wirst du verdammt schnell sein. Zweites ist dann eingetreten. Mit Zug nach vorn überholte ich einige und sah nun endlich Chris, Andy und Vincent und natürlich Ralf. Es wurde jedoch immer enger auf der Strecke und an fairem Fahren war nicht zu denken. An einigen Stellen funktionierte es noch, aber gerade in Lausen wurde es in den Kurven äußerst eng. Toi Toi Toi, dass hier nichts passierte. Anders erging es zwei Athleten, die auf der schnellen Rippachtalstraße stürzten und sich schwer verletzten. D
Auf den letzten zwei Runden fuhr ich mich nochmal ein Stück frei und ballerte mit Tempo 48 über die Rippachtalstraße. Hallelujah war das geil. Wenn man schon nicht so schnell laufen kann, dann wollte ich jedenfalls ne gute Radzeit fahren und das gelang mir.
Mit der 26schnellsten Zeit des Tages (39,8er Schnitt) ging ich auf die Laufstrecke.

Hier überholten mich Ralf und Vincent ganz schnell. Hier brauchte ich mir keine Hoffnungen zu machen, dass ich dran bleiben würde und suchte unterdessen meine Laufbeine. Der Rhythmus und die Technik wurde besser und ich lief im Rahmen meiner Möglichkeiten meinen Trott. Auf der zweiten Runde überholte mich dann auch noch Chris, der in diesem Jahr einfach die besseren Beine hat. Mein Rückstand blieb aber überschaubar. Ich überholte noch manche und wurde überholt, so dass ich nicht absehen konnte, was am Ende herauskommen sollte. Mit solidem Lauf brachte ich den 36.Platz ins Ziel und war sehr zufrieden. (40:22min und 57. schnellste Laufzeit)


Top 50 erreicht.
Persönliche Bestzeit um 6 Minuten unterboten
Alle 3 Disziplinen gut absolviert.

Prima Rennen also. Jetzt kommt nur noch der Knappenman in 5 Wochen und dann heißt es Saisonpause.


Donnerstag, 20. Juli 2017

Regionalliga Ost - Havelberg Triathlon

Am letzten Wochenende startete das zweite Rennen der Regionalliga Ost in Havelberg.
Nach langer Anreise und einigen Umleitungen erreichten wir mit mehreren Autos den Wettkampfort. Chris kam extra aus Hamburg um vor seinem ITU Rennen am Sonntag noch die Männer zu unterstützen.

Für uns neun Starter standen 1,5km schwimmen um die Havelinsel, 44km auf einer 11km Wendepunktstrecke und drei 3,3km Runden an der Havelpromenade an. Es war also wirklich kein leichtes Unterfangen. Bestückt mit vielen Langdistanzlern sollte aber die Strecke nicht das Problem sein, schon eher die Konkurrenten, die für die Männer wie erwartet schnell waren.

Schwimmen: Vom Start weg aus einem Seitenarm der Havel wurde ordentlich losgekloppt. Das trübe Wasser ließ keine Orientierung zu, jedoch reichte diesmal der Kontakt zu anderen Startern rechs & links. Highlight war DER SOG in die Havel. Mit Strömung schafften alle ihre persönlichen Bestzeiten, die aber niemand ernst nahm. Ich verpasste aufgrund der Strömung fast eine Boje und ackerte wie ein Wildwasserkanute gegen die Strömung. Als ich es dann endlich geschaffte hatte, sah ich wie die Leute hinter mir (ja es gab noch welche) die Boje einfach ignorierten. Kein Kampfrichter war in der Nähe, als Pech gehapt und weiter kraulen.

Radfahren: Die Strecke war einsam. Kein Streckenposten signalisierte die Richtigkeit der Strecke, so dass man sich stellenweise schon verirrt vorkam. Endlich am Wendepunkt sah man das Ausmaß der Abstände und von da ab fühlte ich mich streckensicher. Der Asphalt war rauh und ausgebesserte Straßenflicken schüttelten uns ordentlich durch. Ich freute mich über meine 6-bar Entscheidung auf meinen Reifen und bügelte vergleichweise gut drüber.

Laufen: Das Laufen führte uns über 3 Runden um den Havelberger Hafen. Eigentlich eine gute Strecke, aber es wurde zusehens unübersichtlicher, weil die schnellen Jungs die langsamen (also uns) überrundeten und die Regionalliga Damen ebenfalls die Strecke füllten. Als Rausschmeißer des Tages (letzter Wettkampf) war die Verpflegung überschaubar und LOW CARB.

Glücklich im Ziel gab es nur noch ein paar Melonenstücke, Ananas und energiefreies Iso. Was dieser Witz bedeuten sollte, wurde auf der Rückfahrt erörtert.

Die MASTERS erreichten einen guten 4.Platz und die MÄNNER erreichten den ersten Platz von hinten. Auch wenn noch 10min zum Mittelfeld fehlen, war es wieder mal lehrreich.